24 - Live Another Day

"24 - Live Another Day“: Interview mit Benjamin Bratt

Bratt hat seine Hausaufgaben gemacht

Bevor er bei der "24 - Live Another Day" - Crew mitgemischt hat, hat Benjamin Bratt erstmal brav seine Hausaufgaben erledigt und Staffel 4 angesehen. Ob er es geschafft hat sich in das Team zu integrieren, ohne die vorherrschende Harmonie zu zerstören, wie er geplant hatte - wir vermuten ja. 

Kannten Sie "24" schon, bevor Sie für die Rolle des Steve Navarro in "24: Live Another Day" besetzt wurden?

"Ich hatte bis dahin nur einige Folgen der zweiten Staffel gesehen. Als ich die Rolle des Steve Navarro angeboten bekam, habe ich meine Hausaufgaben gemacht und mir die gesamte vierte Staffel angeschaut, auch weil William Devane (als Präsident James Heller) und Kim Raver (als Audrey Boudreau) dort mitspielen. Das Besondere an der Serie ist die Geschichte und wie sie aufbereitet wird, und natürlich die herausragenden Schauspieler. Ich wollte unbedingt Teil dieser Gemeinschaft werden, ohne die bereits vorherrschende Harmonie zu zerstören (lacht)."

Warum glauben Sie, dass das Publikum Jack auch nach 13 Jahren seit seinem ersten Auftritt in "24"  immer noch liebt?

"Jack Bauer ist der ultimative Spion, und ich glaube, da ist einfach etwas Faszinierendes an einem Mann, der so eine klare moralische Haltung hat. Er verletzt beinahe jede Regel und bleibt trotzdem ehrenhaft. Eigentlich total paradox – es hat aber etwas sehr Cooles. Er ist die Fernsehversion von James Bond trifft auf Terminator. Jack Bauer ist der Motor der Serie. Er erledigt seine Jobs elegant, charmant und hat dabei gefühlt unzählige Leben. Er ist der Mann, der nicht sterben wird."

Jetzt wo Sie in der Welt von "24" zu Hause sind, ändert das etwas an Ihrer Wahrnehmung der "realen" Welt?

"Ich verliere niemals aus den Augen, dass '24' eine fiktionale Serie ist. Ich glaube, dass die Drehbuchautoren sich auf das Wissen der Zuschauer verlassen, dass es da draußen jede Menge Informationen gibt. Dabei hat sich die Technologie auch etwas an die Serie angepasst. Als die Serie 2001 startete, war sie, technologisch gesehen, ihrer Zeit voraus. Konntest du damals wirklich schon einen Knopf drücken und Satellitenbilder in Echtzeit abrufen? Ich weiß es nicht. Aber heute geht das auf jeden Fall." 

Können Sie uns eine kurze Einschätzung des Trends geben, zeitlich begrenzte Serien mit nur 12 Episoden zu drehen: Sehen Sie dies als positive Entwicklung und haben Sie dadurch einen größeren, darstellerischen Spielraum?

"Die Fernsehlandschaft hat sich die letzten Jahre drastisch verändert. Es ist schwer zu verneinen, dass im Fernsehen die Zukunft liegt. Dort ist es möglich, richtig gute Arbeit zu leisten. Viele Schauspieler, die früher ausschließlich in Filmen gespielt haben, gehen heute zum Fernsehen, weil die Qualität der Stories so hoch ist. Der große Vorteil solcher Eventserien wie '24: Live Another Day' ist, dass du nicht alle vorherigen Staffeln komplett gesehen haben musst, um die Serie zu verstehen. Du kannst dich einfach hinsetzen und die Show genießen."

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