24 - Live Another Day

24 - Live Another Day: Interview mit Mary Lynn Rajskub

Überraschungsmomente bei Chloe

Vier Jahre hat die Serie pausiert, dann kam das überraschende Angebot. Mary Lynn Rajskub begibt sich von ihrer damaligen privaten Rolle der Ehefrau und Mutter in die der Hackerin Chloe O'Brian. Wie sie die eher düstere Serienfigur empfindet, lest selbst. 

Als die Produzenten auf Sie zukamen und Ihnen sagten, was sie mit Chloe vorhaben, wie haben Sie reagiert?

"Ich war sehr geschockt. Ich habe niemals daran gedacht, dass die Serie zurückkommt. Mein Leben ging weiter. Vier Jahre sind seit der letzten Staffel vergangen, und so habe ich einige Zeit mit meinem Mann und meinem Kind verbracht. Ich ging im Pyjama mit meinen Hunden spazieren. Ich konnte es nicht so richtig glauben. Natürlich habe ich ohne zu zögern ja gesagt. Wie konnte ich nicht! Ich habe die ersten beiden Skripts, die ich bekommen habe, regelrecht verschlungen – und ich dachte, wow, ich will wissen, wie es weitergeht."

Inwiefern haben Sie daran mitgewirkt, die Figur zu der zu machen, die sie jetzt ist?

"Die Figurenbeschreibung war im Vergleich zu den vorherigen Staffeln sehr kurz und grob gehalten. Dann war ich eine Woche am Set in London, und das erste, das wir geshootet haben, war die Super Bowl-Promo. Dafür bastelte ich gemeinsam mit Kiefer und unseren Hair- und Make-Up Stylisten am Outfit für Chloe. Mit den Tattoos und Piercings versteckt sie sich hinter ihrem unsäglichen Schmerz, den sie in dieser Staffel durchlebt. Und den Produzenten hat es gefallen. Ich komme eigentlich aus dem Comedy-Bereich, daher nähere ich mich einer Figur immer sehr intuitiv. Ich versuche, Humor auch in Situationen einzubringen, in denen man es weniger erwarten würde. Das fiel mir in dieser Staffel schwerer. Ihr Verhältnis zu Jack ist schwierig, sie tritt in ihrem Leben etwas auf der Stelle. Das war eine schauspielerische Herausforderung."

Was fasziniert Sie an der Figur der Chloe am meisten?

"Zu Beginn war Chloe jemand, den die Zuschauer nicht so richtig mochten. Sie war nervig, sodass sich Zuschauer vielleicht eher auf negative Art und Weise mit ihr identifizierten. Als ob dort eine Person aus ihrem Büro sitzt. Dass sie Jacks Verbündete wird, war unerwartet für mich, zugleich jedoch auch sehr spannend. Ich glaube, es sind diese Überraschungsmomente, die Chloe so interessant machen."

Wie hat die etwas düsterere Stimmung Londons zu der Dunkelheit der Serie beigetragen?

"Es fühlt sich internationaler an, seit wir in London sind. Als ob wir in der Mitte der Welt wären und dadurch mittendrin in den Konflikten, die in der Serie behandelt werden. In der U-Bahn Londons zu drehen ist beispielsweise ganz anders als in Los Angeles. Es ist viel mehr los in London."

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