24 - Live Another Day

"24 - Live Another Day": Interview mit Kim Raver

"Wir sind zurück!"

"Oh, oh – du hast eine Zielscheibe auf der Stirn und eine auf dem Rücken", dachte sich Kim Raver beim ersten Kuss zwischen ihrer Rolle als Audrey und Jack. Was sie noch so über sich und Audrey Raines preisgibt, lest selbst. 

Wie hat es Ihnen gefallen, als Audrey zu "24" zurückzukehren?

"Es war großartig! Es fühlte sich an, wie heimzukehren. Die erste Szene, die ich in dieser Staffel drehen durfte, war mit William Devane, der meinen Vater Präsident Heller spielt. Wir mussten sonntags um 4:30 Uhr aufstehen, die Sonne ging gerade auf und wir fuhren um den Trafalgar Square. Wir sahen uns an und dachten: 'Wir sind in London, drehen eine Vater-Tochter-Szene – und wir sind zurück!' Ich fühlte mich einfach wohl."

Audrey ist auf so viele Arten mit Jack verbunden. Nun musste sie aber vier Jahre lang ohne ihn auskommen – wie geht es ihr dabei?

"Ich glaube, zu Beginn der Staffel durchlebt Audrey eine sehr passive Phase. Irgendwie hat sie die vier Jahre durchgestanden. Während ihrer Zeit in der Anti-Terror-Einheit (CTU) war sie sehr ausgeglichen und stark. Ich glaube, ihr neuer Ehemann Boudreau (Tate Donovan) hat ihr geholfen, sich nach dem Trauma der letzten Staffeln wieder zu sammeln – aber sie hat definitiv Schaden davongetragen. Mir gefällt es, dass sie sich vor den Augen der Zuschauer zurückverwandelt in die alte Audrey, die ihre Stimme wiederfindet und vielleicht sogar stärker wird als zuvor. Ich glaube, dass Jack immer ein Teil ihres Lebens war – auch wenn sie in den letzten vier Jahren nicht bei ihm war und versuchte, voranzukommen. Sie liebt ihn noch immer."

Ist es einer der Reize von "24", dass man nie genau weiß, woran man bei den zweideutigen Charakteren ist – abgesehen von Jack natürlich?

"Diese Serie fesselt den Zuschauer auf so vielen Ebenen. In manchen Momenten weiß du als Darsteller selbst nicht, ob du gut oder böse bist. Dann entscheidest du dich für eines von beiden und wenn du die nächste Seite des Drehbuchs umblätterst, bist du selbst total schockiert. Unterschiedliche Ebenen in einer Figur zu haben, ist für jeden Schauspieler ein Geschenk. Das Leben ist so kompliziert und diese Serie ist es auch."

Wussten Sie von Vornherein, wie lange Ihre Figur leben wird?

"Ich hatte von Anfang an keine Ahnung. In dem Moment, als Audrey Jack zum ersten Mal geküsst hat, dachte ich: 'Oh, oh – du hast eine Zielscheibe auf der Stirn und eine auf dem Rücken'."

Und trotzdem sind Sie noch immer dabei …

"Ja. Ich bin wie ein Duracell-Hase!"

Obwohl Jack ein paar moralisch fragwürdige Dinge tut, lieben ihn die Zuschauer. Warum?

"Tief im Inneren wünschen wir uns doch alle, ein tougher Held wie Jack zu sein. Du weißt, dass seine Absichten immer gut sind und er sie um jeden Preis verfolgen wird. Daher vergeben wir ihm auch die grausamen Dinge. Wir leben in einem sehr interessanten TV-Zeitalter der Anti-Helden, das Kiefers Jack Bauer meiner Ansicht nach mitbegründet hat."

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