BeefBattle - Duell am Grill

Interview mit Profi Shane McMahon

„Ich will die Herausforderung, ich will schwitzen!“

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Warum bist Du Koch geworden?
Ich bin von Kindheit an damit aufgewachsen. Meine Eltern waren Gastronomen aus Österreich und Irland. Die Hektik in einer Küche und Lebensmittel haben mich schon immer fasziniert. Für mich kam nie etwas anderes in Frage.

Was liebst Du heute an Deinem Job besonders?
Ich liebe es, tagtäglich neue Produkte und Kreationen zu finden. Durch die Globalisierung haben wir heute Zugang zu so vielen tollen Produkten – vom Wagyu Rind bis zum Krustentier. Das macht den Job sehr vielfältig.

Wie würdest Du Deine ganz persönliche Koch-Philosophie beschreiben?
Frech, frei und grenzenlos. Ich taste mich an viele Dinge ran, bei denen andere Köche sagen „das geht nicht“ oder „das passt nicht“. Ich habe ein junges, modernes Repertoire – dabei aber nicht zu kompliziert oder „sophisticated“.

Viele Menschen sagen „Ich kann nicht kochen.“ Was sagst Du denen?
Dass das nicht stimmt. Jeder kann kochen und jeder muss kochen, das ist Teil unserer Ernährung. Man muss sich rantasten und sich was zutrauen – fang mit einer Spaghetti Aglio Olio an und versuch es einfach. „Ich kann nicht kochen“ gibt es nicht

Wieso willst Du jetzt auch im Fernsehen kochen?
Ich gebe seit einigen Jahren Kochkurse und die kommen super an. Dort bekomme ich jede Menge positive Resonanz und es scheint für die Leute verständlich zu sein, was ich ihnen beibringe. Jetzt will ich herausfinden, ob das auch vor einem größeren Publikum funktioniert.

Was reizt Dich gerade am Format „BeefBattle“?
Hier wird tatsächlich gekocht und ich werde immer wieder herausgefordert. Die Zuschauer sehen, was binnen einer Stunde wirklich machbar ist.

Was unterscheidet „Beef Battle“ von anderen Kochsendungen?
Hier geht es um Hop oder Top, gewinnen oder verlieren. Dabei ist es auf jeden Fall total fair, nichts ist gespielt, unehrlich oder Fake. Und hier geht es um Action pur – es wird garantiert nicht langweilig.

Wie bereitest Du dich auf ein „BeefBattle“ vor?
Nach 25 Jahren Erfahrung als Koch sollte man das schon frei Schnauze machen können. Natürlich ist eine Stunde nicht viel Zeit, da muss man sich auf das Wesentliche konzentrieren: Leichte Marinaden, perfekte Garpunkte, leckere Sättigungsbeilagen. Hier geht es nicht um Sterne, sondern um Bodenständigkeit, Geschmack und perfekte Garung.

Was ist die größte Herausforderung in den Battles?
Die ständig wechselnde Location mit neuen Grills und Geräten. Dazu kommt natürlich, dass ich nun auch noch nebenbei moderiere. Das ist für mich völlig neu: Während des Kochens auch noch ständig in die Kamera schauen, passend kommentieren und erklären, ständig quatschen. Daran muss ich mich noch gewöhnen.

In „BeefBattle“ trittst Du gegen Koch-Laien an – können die überhaupt so gut sein wie ein Profi oder ist das eigentlich unfair?
Klar können sie das. Man muss kein gelernter Koch sein, um gut zu kochen. Für viele ist das ein leidenschaftliches Hobby: Die einen gehen golfen, die anderen grillen eben den ganzen Tag wenn sie frei haben. Dadurch haben sie durchaus große Chancen, zu gewinnen.

Was muss ein Kandidat bei „BeefBattle“ können, um eine Chance zu haben?
Er sollte sich wohl sehr gut mit Fleisch auskennen: Die verschiedenen Cuts, den perfekten Garpunkt, Temperaturen, verschiedene Grills.

Wie sehr frustriert es Dich, wenn der nicht gelernte Laie gegen Dich gewinnt?
Nicht wirklich. Natürlich ist verlieren immer blöd. Aber der beste Mann soll gewinnen. Mir geht es aber auch gar nicht so sehr um gewinnen oder verlieren, sondern darum, dass die Kandidaten sich was Vernünftiges überlegt haben und mich fordern. Ich will die Herausforderung, ich will schwitzen! Bei „BeefBattle“ geht es um Fleisch.

Von wem hast Du Deinen wichtigsten Tipp in Sachen Fleischzubereitung gelernt – und wie lautet er?
Mein Vater ist gelernter Koch und Metzger, von ihm habe ich schon als kleines Kind wahnsinnig viel gelernt. Wir Iren haben eine super Fleischqualität und wissen, wie es schmecken soll, aber leider garen wir vieles durch. Zum Garprozess habe ich dann bei meinen Stationen wie dem Hotel Königshof und im Restaurant Tantris viel gelernt. Es ist eine Philosophie für sich und auch ein Prozess, das lernt man nicht von heute auf morgen.

Wenn Du nur eine Chance hättest, einen besonders anspruchsvollen Gast mit einem Fleischgericht zu überzeugen – was würdest Du kochen?
Das wahre Talent eines Koches zeigt sich z.B. in einem Schmorbraten – deswegen wären es vielleicht geschmorte irische Ochsenbackerl. Oder eine Hochrippe von fünf Kilo im Ganzen perfekt auf den Punkt gebraten, das ist ein schöner Hingucker. Allgemein sollte man aber schon beim Einkauf überzeugen und die schönsten Produkte auswählen.

Wenn Du nur noch ein einziges Mal im Leben essen dürftest – was würdest Du essen?
Am liebsten ganz viele Sachen. Aber vermutlich eine schöne Bouillabaisse – die liebe ich.

Alle Infos zu Profi Shane McMahon

Von früh an in der Küche

Shane McMahon wuchs in Limerick, Irland auf und verbrachte einen Großteil seiner Kindheit in der Restaurantküche seiner Eltern. Von seiner Mutter, einer Österreicherin, lernte er viel über ihre deftige und süße Heimatküche. Sein Vater ist Meister...

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