Everest: Mission Weltrekord

Steckbrief: Lukas Furtenbach

Lukas Furtenbach

In der Event-Doku "Everst: Mission Weltrekord" begleitet ProSieben MAXX den Extremsportler Lukas Furtenbach und sein Team bei einem Weltrekord auf dem Mount Everest. In diesem kurzen Steckbrief erfahrt ihr unter anderem wie Lukas zum Bergsteigen gekommen ist und auf was er während der Expedition nicht verzichten konnte.

Lukas_Steckbrief
© ProSieben MAXX

Name:

Lukas Furtenbach

Alter:

Jetzt 39, zum Zeitpunkt der Expedition 38.

Hobbys:

Klettern, Bouldern, Skitouren, Mountainbiken, Filmen und Drohnen.

Seit wann gehst Du auf solche Expeditionen? Wie bist Du zum Bergsteigen gekommen?

Ich bin seit meiner frühen Kindheit beim Bergsteigen, Skifahren und Klettern in den Bergen unterwegs. Mit Expeditionen auf die hohen Berge habe ich vor knapp 20 Jahren begonnen. 

Wie hast du dich mental, als auch physisch darauf vorbereitet?

Ich versuche, mich das ganze Jahr über fit zu halten, um immer auf solche Einsätze vorbereitet zu sein. Mit Ausdauer-Sport wie Berglaufen, Skitouren und  Mountainbiken aber auch Klettern und Bouldern. Für die mentale Komponente ist eine innere Ausgeglichenheit und Erfahrung wichtig. Nach fast 20 Jahren Expeditionen, vielen gefährlichen und schwierigen Situationen hat man eine gewisse mentale Grundfitness in den Bergen.

Bei dieser Everest-Expedition konnte ich mich überhaupt nicht auf mich konzentrieren. Ich war mit der Leitung der Expedition, dem Filmen mit Philip und dem Drohnenprojekt so eingespannt und gefordert, dass ich einfach nur funktionieren musste. Ich hatte also gar keine Gelegenheit, das Leiden, welches bei so einer Expedition dazugehört, richtig auszuleben.

Auf welche Utensilien/Klamotten/Essen/etc. konntest du nicht verzichten und warst froh, dass du sie dabei hattest?

Tiroler Speck und Schüttelbrot, mein ultrawarmer Marmot Daunenschlafsack, und mein Handy mit Fotos meiner Familie und Musik. In stürmischen Hochlagernächten steckt man sich einfach die Kopfhörer mit seiner Lieblingsmusik rein und schaut sich Fotos von Frau und Kind an.

Gab es Konflikte in der Gruppe bzw. bist du froh dass du noch weitere Mitstreiter hattest und nicht alleine warst?

Konflikte hatten wir zum Glück überhaupt keine. Die ganze Dauer über hatten wir beste Stimmung und diesen Spaß zusammen. Alle zogen an einem Strang. Und das obwohl man sich über 8 Wochen wirklich sehr, sehr nahe ist und kaum Rückzugsmöglichkeiten hat. Am meisten froh war ich über und meinen Kletterpartner und Kameramann Philip Flämig, der mir immer eine mentale Stütze war, wenn ich großen Druck hatte. Er hat bei diesem Projekt großartiges geleistet und Filmgeschichte geschrieben.

Hast du dir irgendwelche Verletzungen zugezogen?

Ich habe mir am extrem kalten Gipfeltag an den beiden großen Zehen, die ich vor Jahren bei einer Ski-Expedition auf einen anderen Achttausender schon einmal erfroren hatte, minimale Erfrierungen zugezogen, die mittlerweile aber schon wieder fast verheilt sind. Nur eine Kleinigkeit.

Wie erging es dir körperlich mit der Atmung und wie bist du mit der Kälte klar gekommen?

Mit der Atmung ging es mir erstaunlich gut. Ich hatte Glück und war in bester körperlicher Verfassung. Ich habe mich noch auf keinem anderen Achttausender so gut gefühlt. Am Gipfeltag war es wirklich außergewöhnlich kalt. 70 Personen haben sich an diesem Tag schwere Erfrierungen zugezogen. Wir hatten die beste Ausrüstung, die es gibt und so kamen wir auch gut mit der Kälte zurecht. Einzig das Kamera-Equipment hatte teilweise ausfälle wegen der Kälte. 

Was halten deine Freunde/Familie von dieser Expedition?

Meine Frau war natürlich nicht begeistert, dass ich so lange weg bin und mich der Gefahr aussetze. Und mein Sohn hat mich natürlich auch vermisst. Aber wie meine Freunde auch kennt sie mich und weiß, dass das immer schon Teil meines Lebens war und ist und deshalb trägt sie es mit und unterstützt mich. Ohne sie wäre das alles nicht möglich. Hinter jedem verrückten Mann steht eine starke Frau.

Würdest Du es nochmal machen?

Für mich persönlich reicht einmal der Everest-Gipfel. Als Expeditions-Veranstalter bin ich natürlich jedes Jahr vor Ort, weil wir den Everest jedes Jahr durchführen. Aber ich gehe selbst nicht mehr zum Gipfel mit. Ich leite die Expedition aus dem Basislager und ein Bergführer kümmert sich am Berg um die Gäste.

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