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Das passiert mit deinem Gehirn, wenn du täglich Pornos guckst

Übermäßiger Konsum von Pornofilmen soll schlecht sein. Doch stimmt das? Wir haben die Auswirkungen davon für euch unter die Lupe genommen.

05.05.2017 08:00 | 1:16 Min | © Wochit

Pornos sind nach wie vor ein Tabuthema

Fast alle Männer tun es, aber kaum einer redet gerne darüber: Pornos. Dabei ist der Konsum von Pornografie in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Dank Internet und Smartphones ist der Zugang zu den Sex-Fotos und Sex-Filmen extrem erleichtert worden. Und in kaum einem Land ist der Anteil von aufgerufenen Pornoseiten so hoch wie in Deutschland. Über 12 Prozent aller Klicks landen hierzulande auf Webseiten mit sexuellen Inhalten. Die Gründe für die Verlagerung ins Netz liegen auf der Hand: Die Streifen müssen nicht mehr in einem Sexshop oder einer Videothek heimlich gekauft oder ausgeliehen werden, sie lassen sich ganz bequem und vor allem anonym im World Wide Web finden. Gesellschaftsfähig sind Pornos deshalb allerdings immer noch nicht, denn das negative Image haftet ihnen immer noch an und für viele Menschen ist es nach wie vor ein Tabuthema. Doch warum schauen eigentlich vor allem Männer diese Filmchen, selbst wenn sie in einer Beziehung sind, und welchen Einfluss haben diese eigentlich?

Pornos können negative, aber auch positive Auswirkungen haben

Der Grund, weshalb Männer mehr Pornos konsumieren als Frauen, liegt nicht nur darin begründet, dass sie einen stärkeren Sexualtrieb besitzen. Es liegt vor allem daran, dass Männer empfänglicher für visuelle Reize sind. Sie neigen deshalb eher dazu, sich Sexfilme anzuschauen. Zudem wird beim Anschauen von Pornos im Körper das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet, es reagiert also mit einer "Belohnung" auf Pornos. Was zunächst eher positiv klingt, kann allerdings auch negative Auswirkungen haben. Wer regelmäßig Pornos konsumiert, läuft Gefahr, dass es zu einer Sucht wird – ähnlich wie bei der Online-Spielsucht. Der Körper gewöhnt sich an die ständige Ausschüttung des Dopamins und möchte diesen Zustand immer wieder erreichen. Dafür sind aber auf Dauer immer höhere Dosen nötig. Die Folge: Man wird süchtig. Allerdings hat der Konsum von Pornografie nicht nur negative Auswirkungen. Wie "The Journal of Sex Research" berichtet, kann es in einer Beziehung sogar zu einer Festigung der Bindung kommen. Voraussetzung ist allerdings, dass beide Partner sich die Filme gemeinsam anschauen. Paare, die zusammen Pornos genießen, sind laut der Studie langfristig glücklicher.

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