Monster Rides USA

Top Thrill Dragster

Standort: Cedar Point
Hersteller: Intamin
Baujahr: 2003
Typ: Accelerator Coaster
Fahrtdauer: 0:30
Loopings: 0
Fahrgäste pro Std.: 1000
Streckenlänge: 853,2 m
Höhe: 128 m
Abfahrt: 121,9
max. Geschwindigkeit: 193,1 km/h
max. Gefälle: 90°
Lift-Typ: hydraulischer Abschuss
Beschleunigung: 0 - max. Geschwindigkeit in 4.0 sec.
Kosten: 25 Mio. $
Top Thrill Dragster 1

Worum geht es?

Ein weiterer Meilenstein der Achterbahngeschichte. Der zweite jemals gebaute Hydraulic-Launch-Coaster, der zu seiner Zeit die höchste und schnellste Achterbahn der Welt war. Ein eindrucksvolles Monster aus Technik und Rekorden, das mitten in Cedar Point alle Blicke auf sich zieht und trotz sehr kurzer Fahrtzeit die Fahrgäste mit seiner schieren Kraft und Größe atemlos zurücklässt. Die Stimmung: Dragster-Rennen, laut, schnell, beeindruckend.

Name, Geschichte:

Nachdem Intamin 2002 im kalifornischen Knott’s Berry Farm mit dem 60 Meter hohen und 130 km/h schnellen Xcelerator den Hydraulic Launch erfolgreich eingeführt hatte, sollte ein Jahr später in Cedar Point erneut eine Rekordbahn entstehen. Top Thrill Dragster hob die Rekordmarke von 300 Fuß, die drei Jahre zuvor von Millennium Force gebrochen wurde, um weitere 100 Fuß an – damit war die neue Kategorie der „Strata-Coaster“ geboren. Während der Bauzeit gab es Webcam-Bilder, auf denen das gut gehütete Geheimnis der Bahn Stück für Stück gelüftet wurde. Segment um Segment wurde der Turm der Bahn immer höher, womit viele Achterbahnfans zu dem Zeitpunkt nicht gerechnet hatten. Im Mai 2003 war dann die Eröffnung. Top Thrill Dragster ist im Thema der Dragster gehalten. Die Züge sind wie Dragster gestaltet und hatten in der ersten Saison sogar Heckspoiler, die dann allerdings entfernt wurden. Die Schienen sind auf der Launch-Strecke und der Auffahrt auf den Top Hat abwechselnd rot und weiß lackiert. Am Abschusspunkt gibt es eine Tribüne für Zuschauer, überall wehen Fahnen, und es wird beim Start ein Dragster-Sound abgespielt. Am Startpunkt sowie damit synchronisiert an der Turmkonstruktion befinden sich Startlichter.

Besonderheiten:

  • Höhe
  • Konstruktion des Turmes
  • Abschuß (Beschleunigung/Endgeschwindigkeit)
  • Hydraulischer Antrieb
  • Bremsen auf der Launch-Strecke
  • Design der Züge
  • Züge haben nur Schoßbügel
  • Setting (Tribüne, Sound etc.)
  • Startlichter am Turm

Konstruktion:

Das Layout ist sehr einfach und entspricht einem langgezogenen Rechteck. Die Launch- und die Bremsstrecke sind recht nach am Boden, nur der freistehende Turm besitzt eine signifikante Konstruktion. Als Schiene werden fast ausschließlich Viergurt-Schienen eingesetzt.

Zug:

Die Züge haben jeweils 5 Wagen (2 Sitze im ersten und je 4 Sitze in den weiteren) und sind wie Dragster gestaltet. Im Gegensatz zu folgenden Launch-Coastern, die meist Schulterbügel besitzen, gibt es bei Top Thrill Dragster nur Schoßbügel – damit fühlt man sich um einiges freier. An der Unterseite sind an den Zügen Permanentmagneten angebracht, die zusammen mit den Bremsschwertern auf der Strecke das Bremssystem bilden (Wirbelstrombremsen).

Fahrablauf:

In der Station können zwei Züge hintereinander beladen und abgefertigt werden. Nachdem der Zug per Reibrad-Antrieb aus der Station geschoben wurde, wird das Catchcar unter den Zug bewegt, und der Mitnehmer-Haken rastet ein. Ist er Zug korrekt positioniert, werden die 250 längs der Launch-Strecke angebrachten Bremsschwerter abgesenkt und die Seilwinde im Antriebsgebäude beschleunigt. In knapp 4 Sekunden ist der Zug fast 200 km/h schnell und fährt über einen Aufwärtsbogen in die Senkrechte. Hier dreht sich der Zug um 90° und erreicht nach ca. 4 Sekunden die Spitze des Top Hats. Der Zug wird dabei sehr langsam und man hat kurz Zeit, die atemberaubende Aussicht zu genießen, bevor sich der Zug mit 90° gen Boden neigt. Während der senkrechten Abfahrt vollzieht der Zug noch eine 270°-Drehung und erreicht nach einer weiteren vertikalen Kurve die Horizontale. Die Magnetbremse bringt den Zug von noch fast 180 km/h auf einer sehr kurzen Strecke von nur 125 Metern zum Stillstand – dabei wirkt 1g auf die Fahrgäste. Im Scheitelpunkt der folgenden 180°-Kurve befindet sich der Ausstieg.

Thema Rollback:

Manchmal kommt es vor, dass der Zug es nicht über den Top Hat schafft und zurückrollt. Ursache dafür kann z.B. eine zu gering eingestellte Abschussgeschwindigkeit oder zu viel Wind sein. Im Falle eines Rollbacks rollt der Zug die Auffahrt rückwärts herunter und wird auf der Launchstrecke von den mehrfach abgesicherten Bremsschwertern abgebremst (diese werden während des Starts versenkt und direkt nach Passieren des Zuges wieder angehoben, was sogar bei Stromausfall funktioniert). Der Vorgang ist also für die Fahrgäste absolut ungefährlich, wirkt aber auf Uninformierte erschreckend. Fans dagegen freuen sich über einen der doch eher seltenen Rollbacks.

Kommentare

Facebook