Monster Rides USA

Intimidator 305

Standort: Kings Dominion
Hersteller: Intamin
Baujahr: 2010
Typ: Giga Coaster
Fahrtdauer: 3:00
Loopings: 0
Fahrgäste pro Std.: 1350
Streckenlänge: 1554,5 m
Höhe: 93 m
Abfahrt: 91 m
max. Geschwindigkeit: 144,8 km/h
Lift-Typ: Kabellift
max. Gefälle: 85°
Kosten: 25 Mio. $

Name, Geschichte:

Der Name „Intimidator 305“ hat zwei Ursprünge. Zum einen ist er nach dem berühmten NASCAR-Rennfahrer Dale Earnhardt benannt, der u.a. den Spitznamen „The Intimidator“ (Der Einschüchterer) trug. Zum anderen hat die Bahn eine Höhe von 305 Fuß, was knapp über der Grenze der Giga-Coaster (alle Bahnen, die höher als 300 Fuß sind) liegt.

Besonderheiten

  • Lifthill-Konstruktion (s.u.)
  • Steiler First Drop (normalerweise um die 60°)
  • Bodennahe erste Kurve mit sehr hohen G-Kräften bis zum Greyout.
  • Sehr enge und intensive Umschwünge (besonders S-Kurve). Normalerweise werden Richtungswechsel sanfter berechnet, so dass sie ruhiger durchfahren werden.
  • Allgemein niedriges Profil (nur ein Hügel mit ca. 50 Metern Höhe, ansonsten maximal 25 Meter über dem Boden). Andere Bahnen dieser Größe haben mehr hohe Figuren. Durch das niedrige Profil wird die Geschwindigkeit über die gesamte Bahn aufrechterhalten.
  • Umbau in 2011 – s.u.
  • Wird auch „The Blackout Coaster“ genannt

Konstruktion:

Der gesamte Lifthill steht auf nur zwei massiven Stützen. Bisherige Achterbahnen besitzen sehr viel mehr Stützen für den Lifthill. Eine besonders versteifte Schiene macht es möglich, die Stützenzahl zu reduzieren. Das Schienenprofil auf der Strecke ist erstmalig eine neuentwickelte Double Backbone-Schiene (zwei Tragrohre unter der Schiene). Dadurch werden größere Stützweiten ermöglicht, und das Fahrgef’ühl ist durch die stabilere Schiene ruhiger.

Züge:

Die Züge bestehen aus 8 Wagen mit jeweils 4 Sitzen. Die Sitze hatten anfänglich recht harte Schulterbügel, die allerdings gegen weichere Bügel ausgetauscht wurden. Die Schulterbügel sind notwendig, um die Fahrgäste in den teilweise extremen Umschwüngen zu fixieren.

Fahrablauf:

Der Lifthill ist die erste Besonderheit: 45° steil, der Zug benötigt dank Kabellift nur 20 Sekunden bis zur Liftkrone. Die Abfahrt ist mit 85° sehr steil.

Danach kommt eine bodennahe 250°-Steilkurve mit lang anhaltenden G-Kräften. Durch die intensiven Kräfte kam es in der Anfangszeit zu einigen Fällen von Greyout. Intimidator setzt den Fahrgast in der ersten Kurve zwar nur ca. 5 Sekunden einer Belastung von bis zu 4,5 g aus, aber das reichte, dass es einige Beschwerden über den deutlichen Tunnelblick-Effekt gab. Daher wurden die ersten Elemente entschärft, s.u.

Nach der ersten Kurve folgt das zweithöchste Element der Bahn, ein ca. 50 m hoher Camelback. Mit ca. 100 km/h durchfahren, bietet der Hügel bei -1 g bis zu 5 Sekunden Airtime.

Danach folgen Steilkurven mit bis zu 90° Querneigung und extreme Umschwünge. Bei den Richtungswechseln ist die Herzlinie so gut eingerechnet, dass die Querbeschleunigung recht gering ist. Besonders durch die Herzlinienform sehen die Umschwünge sehr interessant aus.

Eine der Figuren entspricht einer S-Kurve, wobei der Zug erst nach rechts, dann nach links und dann wieder nach rechts kippt – das entspricht in Summer einer Drehung um fast 180° um die Längsachse auf einem recht kurzen Stück.

Die Einfahrt in die Schlussbremse geschieht im Anschluss an eine Steilkurve mit einer 90°-Linkswende, der Zug ist hier noch ca. 75 km/h schnell.

Umbau:

Noch in der ersten Saison wurden Bremsschwerter im First Drop installiert, die die ersten Elemente entschärften. In der Winterpause 2010/2011 wurden ca. 150 Schienenmeter ausgetauscht. Da nun die bodennahe Kurve bereits nach 90° anstatt wie vorher bei 180° ansteigt, wurde der Zeitraum der Maximalkraft reduziert und die Bremsen im Drop konnten wieder entfernt werden.

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