Off Limits mit Harro Füllgrabe

Off Limits: Harro Füllgrabe über seinen Abenteuerinstinkt

Ab 14. Februar 2016, immer sonntags um 20:15 Uhr auf ProSieben MAXX geht Harro Füllgrabe an seine Grenzen. Im Interview erklärt er uns, warum er den Nervenkitzel braucht .

Harro zieht Auto
© ProSieben MAXX

"Ganz klar: bitte nicht nachmachen - und schon gar nicht alleine und ohne die erforderlichen Kenntnisse!" - Harro Füllgrabe

Für "Off Limits mit Harro Füllgrabe" übernachtest Du an einer 300 Meter hohen Steilwand, Du befreist Dich aus einer 25 Meter tiefen Gletscherspalte und erlebst am eigenen Leib, was es bedeutet, auf hoher See gerettet zu werden. Brauchst du eigentlich den ständigen Kick?

Harro: Ich bin kein Adrenalin-Junkie, aber ich trage eine große Portion Neugier in mir, die mich immer wieder antreibt – und ja: Ich nehme gerne neue Herausforderungen an. Die abenteuerlichen Situationen, in die ich mich für “Off Limits„ begebe, haben mich schon immer gereizt: Wie mag es sich anfühlen, wenn man in Seenot gerät und aus dem eiskalten Meer gerettet werden muss?Was für ein Gefühl ist es, sich aus einer schmalen Gletscherspalte zu befreien – und wie schläft man, wenn man über einem 100 m hohen Abgrund campt? Diesen Kick, den ich erlebt habe, wird hoffentlich auch für den Zuschauer sichtbar.

Was treibt dich an, Dich immer wieder in extreme Situationen zu begeben?

Harro: Das wurde mir wohl in die Wiege gelegt, denn ich bin mit meinen Eltern schon als kleiner Junge um die ganze Welt gereist – und zwar nicht als Pauschal-Tourist. Obwohl ich in Ostfriesland geboren wurde, wuchs ich in Buenos Aires (Argentinien) auf, deshalb führten mich unsere ersten Extrem-Reisen nach Feuerland, in die Anden und auf die ‚Todesstraße‘ nach Bolivien. Meine Eltern waren große Fans von Abenteuer-Urlauben und bereiteten alle Reisen akribisch vor. Außerdem war ich immer schon ein sportbegeisterter und ein Natur liebender Junge. Daher freue ich mich bis heute, wenn ich meinen Horizont durch neue Erfahrungen, andere Kulturen oder spannende Abenteuer aus aller Welt erweitern kann und darf.

Vor welchen Situationen hast Du am meisten Angst – und wann kommst Du an Deine Grenzen?

Harro: Meine Angst ist ein wichtiger Wegweiser für meine Entscheidungen. Es gibt Herausforderungen, die sich nur meistern lassen, wenn man sich darauf einlässt. Aber ich bin nicht lebensmüde! Ich liebe es zwar, an meine persönlichen Grenzen zu gehen, aber ich vermeide es, sie so weit auszureizen, dass etwas passiert. Man darf sich nicht schämen, wenn man auch mal 'nein' sagt. Das ist meiner Meinung nach nämlich keine Schwäche, sondern eine Stärke! Es wird immer irgendjemanden geben, dessen Grenze höher liegt als die eigene. Wichtig ist es nur zu erkennen: Was traue ICH mir zu – und was lasse ICH lieber bleiben.

Was macht für dich einen echten Abenteurer aus?

Harro: Jeder kann Abenteuer erleben, denn jeder hat eine andere Vorstellung von ‚Abenteuern‘: Der eine benötigt den Survival-Trip durch die Wüste, der andere findet Schnorcheln am Korallenriff spannend. Beide haben für sich ein Abenteuer erlebt - und das ist gut so! Ein echter Abenteurer ist derjenige, der das, was er als Herausforderung und Abwechslung zu seinem Alltag treibt, mit Hingabe macht. Ich habe das große Glück, dass ich durch ständig neue Herausforderungen und Erlebnisse so etwas wie einen Alltag gar nicht habe und somit von Abenteuer zu Abenteuer treibe! Für jemanden wie mich ein wahres Geschenk - aber ich vermute mal, dass das nicht für jeden etwas wäre.

Kann jeder deine Abenteuer nachmachen?

Harro: Ganz klar: bitte nicht – und schon gar nicht alleine und ohne die erforderlichen Kenntnisse! Ich hätte viele der Abenteuer ohne professionelle Hilfe von Experten nicht meistern können. Das ist ja auch normal und richtig so. Ohne Bergführer und deren Know-how hätte ich z.B. niemals die steile Felswand runterklettern können, um dort auch noch zu übernachten. Das wäre lebensmüde gewesen. Auch mit der Hilfe der Experten hat das genügend Überwindung gekostet!

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