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WhatsApp-User drohen Abmahnungen

Müssen sich jetzt alle WhatsApp-Nutzer Sorgen machen? Ein Gericht hat eine Funktion des Nachrichtendienstes als rechtswidrig anerkannt. Um was es dabei genau geht, erfahrt ihr im Video.

27.06.2017 09:10 | 1:05 Min | © Wochit

Abmahnung durch WhatsApp Messenger

WhatsApp-Usern drohen kostenpflichtige Abmahnungen – obwohl sie eigentlich gar nichts dafürkönnen. Die meisten Smartphone-Besitzer laden sich die App herunter, ohne sich große Gedanken um die Rechtslage zu machen. Warum auch? Immerhin möchte man den Messenger einfach nur nutzen, um mit seinen Freunden und Bekannten in Kontakt zu bleiben. Allein in Deutschland sollen dies schätzungsweise 37 Millionen Menschen sein. Weltweit sogar über eine Milliarde. Das Problem sind auch weniger die Personen, mit denen die User per WhatsApp kommunizieren und die ebenfalls die App installiert haben, sondern vielmehr diejenigen, die es nicht haben.

WhatsApp übernimmt unerlaubt Kontaktdaten

Grundlage für die Abmahnwelle können die Kontakte sein, die jeder WhatsApp-User auf seinem Smartphone gespeichert hat. Der Instant-Messaging-Dienst übernimmt nämlich sämtliche Daten mit Telefonnummer und Name. Der Vorteil für die Nutzer: Sie bleiben immer auf dem aktuellen Stand, welche Kontakte ebenfalls die App verwenden. Rechtlich einwandfrei ist die Sache allerdings nicht, denn WhatsApp greift unerlaubt darauf zu und speichert die Daten. Rechtlich wird dafür jedoch nicht der Anbieter belangt, sondern der User. Wenn eine Person aus dem Adressbuch WhatsApp nicht heruntergeladen hat und nicht möchte, dass seine Daten an WhatsApp übermittelt werden, kann er den Nutzer nämlich kostenpflichtig abmahnen, wie ein Gericht jetzt entschieden hat.

So schützt ihr euch vor einer Abmahnung

Wer einer möglichen Abmahnung zuvorkommen, aber WhatsApp weiterhin nutzen möchte, hat zwei Optionen. Zum einen können die Kontaktdaten von Personen, die kein WhatsApp installiert haben, aus dem Smartphone gelöscht werden. Der Nachteil ist allerdings offensichtlich: Die Kontakte müssen anderweitig gespeichert oder notiert werden, was die ganze Sache komplizierter macht. Die zweite Möglichkeit ist auch nicht weniger aufwändiger: Man holt sich die schriftliche Einverständniserklärung der Kontakte ein, dass die Daten an WhatsApp weitergegeben werden können. Weitere Alternativen, die weniger kompliziert sind: Einen anderen Messenger nutzen oder ganz auf WhatsApp verzichten und von seinem Smartphone löschen.

Weitere Artikel und Videos zu WhatsApp findet in unserer MEN LOUNGE