Die in Luzern geborene Sängerin, mit der inzwischen bei 430K stehenden Instagram-Reichweite, wärmte 2014 die Herzen ihrer Landsleute und des deutschen Publikums, als sie in der zweiten Staffel von „The Voice Kids“ freudestrahlend, am Klavier sitzend „Almost Is Never Enough“ von Ariana Grande und Nathan Sykes sang. Damit riss sie die Jury – also Lena Meyer-Landrut, Johannes Strate und Henning Wehland – kollektiv vom Sessel und das Publikum von den Studiositzen. Was macht man nun als junge Künstlerin, als starke Frau mit diesem Segen, der auch zum Fluch werden kann? Vielleicht das: Man kehrt zur großen Jubiläumsshow von „The Voice Kids“ im April zurück und haut einfach noch mal alle Anwesenden um – mit einem eigenen Song. Chiara wählte ihre dritte Single: „No Time To Cry“. Eine wuchtige, perfekt gesungene Ballade, die auch Stadien füllen kann. Zumindest wenn man diese einnehmende, gar nicht mehr mädchenhafte Freude ausstrahlt, die Chiara zu einer unwiderstehlichen Performerin macht.

Genug der Vergangenheit: Sprung in die Gegenwart. Nach der Sommersingle „Roadrunner“ hat Chiara nun einen Song am Start, der wieder eine neue Facette von ihr zeigt. „Mirror“ schlägt eine Brücke von handgemachtem Pop zu einer Soul-Wucht, die sich vor allem im Refrain entlädt, wenn Chiara ihre Stimme in die höchsten Höhen zieht, ohne dabei den Halt zu verlieren. Aber auch die Message stimmt: „Mirror“ ist keine selbstverliebte Nabelshow, sondern definiert den Blick in den Spiegel als Moment der inneren Ruhe und der Selbstfindung. Einmal heißt es darin: „Blinded by what people say / so much love that I can see straight.“ Diese Liebe erreicht sie vor allem bei ihren Live-Shows, aber auch auf Instagram. Chiara erklärt: „Man bekommt so viel Liebe, auch von Menschen, die ich nicht kenne. Was unfassbar schön ist. Aber manchmal ist das so viel, dass ich kurz nicht weiß: Was ist echt und was nicht? Mich beeinflussen und treffen leider auch Dinge, die andere Menschen sagen. Ich bin da sehr sensibel, vor allem wenn da was Negatives kommt. Ich habe so Momente, da muss ich in den Spiegel gucken und mir sagen: ‚Es ist alles ok. Du bist gut so wie du bist und es ist auch völlig ok, mal müde oder traurig zu sein.‘ Die Menschen, die mir dann Verletzendes schreiben, sind ja oft auch nicht ok und lassen dann auf ihre Weise ihren Frust an mir raus. Und ich denke mir: Wenn man mit sich selbst klarkommt, dann kommt man auch mit anderen klar. In dieser Reihenfolge. Das war mir wichtig.“

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