- Bildquelle: Seven.One Starwatch © Seven.One Starwatch

Christof Stein-Schneider, Gitarrist und immer wieder auch Songwriter von Fury In The Slaughterhouse, sagte kürzlich über das neue Album der Band, das im Juli erscheinen wird: „Es heißt: Wer singt, hat keine Angst. Und wer keine Angst hat, glaubt an das Gute und hofft auf eine bessere Welt – und deswegen möchten wir mit ‚HOPE‘ daran erinnern und Hoffnung bringen“. In dieser Zeit, in der man oft sehr intensiv auf das vergangene Jahr 2022 zurückblickte, merkt man schnell, dass Hoffnung uns allen guttut. Die Welt brennt an vielen Ecken und Enden. Aber trotzdem:  Vielen Menschen, vor allem in Deutschland, geht es dabei immer noch viel besser als anderen. Wäre es da nicht besser, Hoffnung und Wohlstand für alle möglich zu machen, anstatt im apokalyptischen Klang der Schlagzeilen, Facebook-Rants und des Twitter-Sperrfeuers zu ersaufen? Eben. Hoffnung ist immer noch der beste Stoff für Veränderung – und die führt im Idealfall zu besseren Zeiten.

Kai Wingenfelder (Sänger), Thorsten Wingenfelder (Gitarre), Christof Stein-Schneider (ebenfalls Gitarre), Rainer Schumann (Schlagzeug), Gero Drnek (Keyboard, Gitarre und auch mal die Mandoline) und Christian Decker (Bass) haben auch viel Hoffnung mitgebracht, als sie vor einigen Jahren nach langjähriger Bandpause das Comeback wagten – und damit direkt in die lähmende Pandemie rauschten. Aber sie gaben die Hoffnung nicht auf, machten das Beste draus, spielten Autokonzerte, erreichten mit dem Comeback-Album „NOW“ die höchste Charts-Platzierung in ihrer Karriere und holten, als „richtiges“ Touren wieder möglich war, die furiosen Comeback-Konzerte einfach nach.

Nun stehen bei ihnen also alle Zeichen auf „Hoffnung“: Das Album „HOPE“ erscheint am 28. Juli, schon ab Anfang Juli gibt es die große „HOPE Open Air Tour“ der Band. Dass Fury In The Slaughterhouse aber keine naiven Hippies sind, sondern durchaus um jeden Funken Hoffnung kämpfen müssen, zeigt die aktuelle Single „So Are You“. Die wurde, wie schon das letzte Album, von Vincent Sorg produziert. Der Mann, der sonst die harten Rockriffs für Bands wie Die Toten Hosen, Kreator, Broilers und Donots wuchtet, setzt hier auf einen balladesken Sound, der aber trotzdem breitschultrig daherkommt. Angefangen mit dezenten Gitarren, schraubt sich „So Are You“ nach zwei Minuten langsam in die Höhe, tankt Kraft, wird von der Alternative-Ballade zum Rocksong. Eine Dramaturgie, die zum Thema des Albums und des Songs passt. Die Lyrics dazu sind ein emphatischer Appell an uns alle: „Why can’t we stop this? / Why marching on? / Instead of looking at each other / and find love / How beautiful our world could be / If we could only see / That it‘s all here / In our hands.“ Kai Wingenfelder erklärt dazu: „Wenn ich die Nachrichten höre oder sehe, stelle ich fest, dass bei mir ein Sättigungsgrad an schlechten News erreicht ist, der mein Leben nicht wirklich lebenswerter macht. Eigentlich wollen wir alle nicht, dass die Dinge so passieren wie sie passieren, oder dass die Dinge nicht passieren, obwohl sie das dringend müssten. Aber es scheint ja auf diesem Planeten Menschen und Mächte zu geben, die unser Allgemeinwohl nicht wirklich interessiert. Aber wenn wir alle nicht wollen, dass es einfach so weiterläuft, dann sollten wir unseren Arsch vom Sofa erheben und etwas dafür bzw. dagegen tun. Es liegt alles in unseren Händen.”