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Die allererste Ausgabe der Compilation-Reihe „Future Trance“ erschien im Jahr 1997. Ob man da wohl schon ahnte, dass man es bis zur 97. Ausgabe bringen würde? Schwer zu sagen – aber eine Frage, die in den letzten Jahren irgendwie obsolet geworden ist. In der Branche und bei den Techno-Fans weiß man längst, dass „Future Trance“ eine Erfolgsgeschichte ist und bleibt. Im Schnitt alle drei Monate gibt es dabei eine neue Zusammenstellung, die allerdings von Anfang an das Genre im Titel nicht als strenge Klammer verstand: Neben Trance-Sounds fanden sich immer auch Techno, Deep House und in den letzten Jahren vermehrt EDM in den handverlesenen Playlisten. Also all das, was in pandemiefreien Zeiten die Großraumdiskotheken und die Konfettikanonen-Festivals wie das „Parookaville“ oder das „Tomorrowland“ in Bewegung hält.

Highlights der aktuellen „Future Trance 97“ sind zum Beispiel der von ATB und Ben Samama stammende Finger-in-die-Luft-Hit „Like That“, das Treffen der Superstars Galantis, David Guetta und Little Mix „Heartbreak Anthem“ oder das mitreißende Rocco-Updadte des New-Order-Klassikers „Blue Monday“. Dunkel, atmosphärisch und treibend geht es „Downtown“ zu, wo R3hab und Kelvin Jones den Beat vorgeben. Ein echter Van Gogh ist das melancholische Soundgemälde „All Good“ des Augsburger DJs Niels Von Gogh. Crossover, der Zukunft und Vergangenheit zusammenbringt, ist das Aufeinandertreffen von Papa Roach und VIZE, die den Crossover-Rock der Herren in eine Großraumdissen-Hymne überführen. Harris & Ford und Outsiders laden derweil ins „Irrenhaus“ und zeigen, dass diese Nummer nicht nur auf TikTok-Länge funktioniert. Das Motto des Tages bzw. der Nächte liefern schließlich Paffendorf und Brooklyn Bounce, die mit „Rave All Night“ herrlich auf die Fresse bouncen und mit ihrer direkten Energie sehr nah an den guten alten Scooter-Hits sind – die natürlich auch immer mal wieder auf „Future Trance“ zu finden waren.