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Bruce Arians – Vom Assistenztrainer zum NFL-Coach

NFL-Coach Bruce Arians

Ob beruflich oder privat, Bruce Arians engagiert sich in alle Richtungen. Hier gibt’s die Details zu seinem Leben und einer sportlichen Karriere.

Das Stadion der Arizona Cardinals vor der Skyline der Stadt
Regelmäßig verhilft Bruce Arians den Cardinals im heimischen Stadion zum Sieg © iStock

Bruce Arians: schon immer Football-verrückt

Arians wurde am 3. Oktober 1952 in Paterson, New Jersey geboren. Bereits an der High School spielte er Football. Damals war er Teil des Teams der York Catholic High School und der William Penn High School in York, Pennsylvania. Als er dann ans College wechselte, begann 1972 seine sportliche Laufbahn als Quarterback an der Virginia Tech in Blacksburg. Doch dabei sollte es nicht bleiben und er wurde 1975 genau an dieser Uni zum Assistenztrainer. Wie auch Mike Tomlin und Marvin Lewis gehört Bruce Arians somit zu den Trainern, die beide Seiten des Spielfeldes kennen. In den folgenden Jahren vertiefte er seine Fähigkeiten als Trainer an der Mississippi State University für die Runningbacks und die Wide Receivers, sowie für die Runningbacks an der University of Alabama

Premiere als Head Coach für Bruce Arians

Im Jahr 1983 kam Bruce Arians zum ersten Mal in den Genuss der Position als Head Coach. An der Temple University trainierte er das dortige Football-Team der Temple Owls. Nach sechs Seasons konnte das Team 27 Siege aus 66 Spielen verbuchen. Diese Trainer-Position sollte der Startschuss für eine erfolgreiche Trainerkarriere sein, denn 1989 war Arians erstmals als Trainer in der National Football League tätig: Bis 1992 trainierte er die Runningbacks der Kansas City Chiefs.

Der Assistenztrainer und der Super Bowl

Bevor es allerdings in der NFL für Arians als Head Coach soweit sein sollte, hatte er zahlreiche weitere Jobs als Assistenztrainer. Neben Footballteams wie den Mississippi State Bulldogs, den New Orleans Saints und den Alabama Crimson Tide, war er von 1998 bis 2000 Trainer der Quarterbacks bei den Indianapolis Colts. Für drei Seasons war er dann ab 2001 bei den Cleveland Browns der Offensive Coordinator. Im Jahr 2004 wurde er von den Pittsburgh Steelers zum Trainer der Wide Receivers ernannt. Das Team gewann 2005 den Super Bowl XL. Bereits 2007 stieg Arians zum Offensive Coordinator auf und beförderte das Team mit zum zweiten Sieg des Super Bowl XLIII.

Bruce Arians: Sprungbrett Interim Head Coach

Als Bruce Arians 2012 bei den Indianapolis Colts als Offensive Coordinator anfing, erkrankte der damalige Head Coach Chuck Pagano plötzlich an Leukämie. So kam es, dass Arians zum Interim Head Coach ernannt wurde. In dieser Zeit holte er mit dem Team insgesamt neun Siege. Zudem wurde er als erster Interim Head Coach im gleichen Jahr mit dem NFL Coach of the Year Award der Associated Press ausgezeichnet.

Oben angekommen: Arians als Head Coach der Arizona Cardinals

Nach einer langen beruflichen Laufbahn als Assistenztrainer war es 2013 endlich soweit und Arians bekam in der NFL die Stelle als Head Coach bei den Arizona Cardinals. Unter Arians qualifizierte sich das Team unter anderem für die Play-offs im Jahr 2014. Im selben Jahr erhielt Arians erneut den NFL Coach of the Year Award und unterschrieb im Februar 2015 seine Vertragsverlängerung, die nun bis 2018 beschlossene Sache ist.

Bruce Arians privat: soziales Engagement und schwere Krankheit

Bruce ist Vater zweier Kinder: Jake und Kristi Anne. Sein Sohn Jake war ebenfalls aktiver Football-Spieler und spielte für die University of Alabama at Birmingham. Mit Frau Christine gründete Bruce Arians 2013 die Arians Family Foundation. Mit dieser Stiftung setzt sich der Football-Coach mit seiner Familie erfolgreich gegen Missbrauch und Vernachlässigung von Kindern ein. Medienberichten zufolge wurde der NFL-Coach im Februar 2017 aufgrund einer Krebserkrankung an den Nieren operiert. Laut eigenen Aussagen in seinem kürzlich veröffentlichten Buch „The Quarterback Whisperer“ verrät Arians jedoch, er sei wieder gesund und bereit für mindestens eine weitere Saison.

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