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Trainergigant der ersten Liga – Alles über Marvin Lewis

NFL-Coach Marvin Lewis

Wenn es um die derzeit aktiven Trainer in der NFL geht, nimmt Marvin Lewis sicherlich eine Sonderrolle ein: Einst jobbte der heutige Head Coach der Cincinnati Bengals als Müllmann – heute gehört er zu den beliebtesten Figuren der NFL, auch wenn die ganz großen Erfolge bislang noch ausgeblieben sind.

Nahaufnahme Football auf Hintergrund aus Holz
© iStock

In den letzten Jahren wurde Lewis mehrfach als Kandidat für den Hot Seat eingestuft, seine Stärken und sein Engagement brachten ihm aber immer wieder eine Vertragsverlängerung bei den Bengals ein. Weitere wichtige Informationen zur Karriere und zur Coaching-Philosophie von Marvin Lewis gibt es hier.

Karrierestart als aktiver Spieler – Marvin Lewis kennt beide Seiten

Schon im Alter von nur neun Jahren entdeckte Lewis seine Leidenschaft für den Sport. Er begann seine Freizeit beim Footballtraining zu verbringen und erlangte erste Erfolge als Quarterback während seiner High-School-Zeit. Auch später als Student ging er seiner Leidenschaft nach, wechselte aber die Position und lief mit einem Stipendium an der Idaho State University als Linebacker auf. Ganz nebenbei absolvierte er außerdem noch sein Studium der Sportwissenschaften. Direkt im Anschluss hieran wechselte Marvin Lewis die Seiten und war fortan stets am Rand des Spielfeldes zu finden. Ab dem Jahr 1981 coachte er die Linebacker der Idaho State University und konnte mit ihnen gemeinsam sogar die NCAA Division I-AA Championship gewinnen. Anschließend folgten Wechsel nach Long Beach, New Mexico und Pittsburgh, wobei Lewis stets als Assistenzcoach eingestellt wurde.

Der Weg in die NFL – Lewis ist zu Größerem auserkoren

Mit dem Beginn seiner Trainerkarriere hatte Lewis ein Ziel vor Augen: den College Football hinter sich zu lassen und in der NFL Karriere zu machen. Dementsprechend zögerte er nicht, als die Pittsburgh Steelers ihm im Jahr 1992 eine Stelle als Coach für die Linebacker anboten. Das war natürliche lange vor der Zeit des heutigen Head Coaches Mike Tomlin, der die Steelers zum Super Bowl-Sieg führte. Über das Finalspiel beim 30. Super Bowl kam Lewis mit seiner Mannschaft seinerzeit nicht hinaus. Dementsprechend dürfte ihm der Wechsel zu den Baltimore Ravens im Jahr 1996 nicht schwer gefallen sein. Dort übernahm Lewis ein neues Aufgabenfeld und wurde zum Defensive Coordinator ernannt. Gemeinsam mit dem Team gelang es ihm, den 35. Super Bowl zu gewinnen, was nicht zuletzt seiner grandiosen Defense-Arbeit zu verdanken gewesen ist. Im Anschluss stand Lewis als Wunschkandidat vieler Teams ganz weit oben auf der Liste für den Head Coach der kommenden Saison. Trotzdem dauerte es bis zum Jahr 2003, bis eine tatsächliche Anstellung folgte und Marvin Lewis seine Karriere als Head Coach bei den Cincinnati Bengals begann.

Die Cincinnati Bengals – Lewis ist am Ziel seiner Träume 

Mit der Übernahme der Position als Head Coach bei den Cincinnati Bengals scheint Marvin Lewis seine tatsächliche Bestimmung und Berufung gefunden zu haben: Seit dem Jahr 2003 führt er das Team an und konnte bislang einige Ziele erreichen. Gleichzeitig musste er aber auch einige derbe Niederlagen einstecken. Nach einem eher belanglosen Start gelang es dem Coach, die Bengals nach 15 Jahren erstmals wieder in die Playoffs zu katapultieren, wo sie allerdings schon nach kürzester Zeit aus dem Rennen geschickt wurden. Anschließend kamen ein paar enttäuschende Saisons auf Lewis und die Bengals zu, bevor der Sprung in die Playoffs im Jahr 2009 das nächste Mal gelang. Leider war auch dieses Intermezzo von wenig Erfolg gekrönt, denn die Bengals schieden aus dem Wettbewerb erneut ohne eine echte Chance aus. Wegen seiner überzeugenden Leistungen wurde Lewis aber dennoch 2009 zum AP Coach of the Year gekrönt.

Die Philosophie: Aufgeben ist keine Lösung

Marvin Lewis gehört zu denjenigen Kandidaten, die als Trainer immer wieder harsche Kritik zu hören bekommen. Zwar gelang es dem Coach, die Cincinnati Bengals immer wieder in die Playoffs zu bringen, aber das frühe Ausscheiden der Mannschaft hat sowohl dem Team als auch Marvin Lewis einen Negativrekord eingebracht. Trotzdem kommt Aufgeben für Lewis nicht in die Tüte. In seinem Leben hat er schon viele Jobs gehabt, der Trainerposten gehört definitiv zu seinen liebsten. Deshalb setzt er auf Persönlichkeit und Teamgeist – auch wenn sein Vertrag bei den Bengals aktuell stets nur von Jahr zu Jahr verlängert wird und er selbst wohl am wenigsten weiß, was die Zukunft bringt.

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