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Super Bowl – der inoffizielle Nationalfeiertag der USA

Die Amerikaner lieben ihren Sport, das steht außer Frage: Insbesondere Football, Basketball und Baseball locken jede Saison Millionen Zuschauer in die Stadien und vor den Fernseher. Der Super Bowl aber, das alljährliche Finale der amerikanischen Football-Profiliga NFL, geht über ein Sportevent weit hinaus. Die gigantische Veranstaltung ist nicht nur eine Riesen-Party für die Fans, sie ist auch so etwas wie ein inoffizieller Nationalfeiertag, der mit viel Patriotismus begangen wird. Auch dieses Jahr werden am 5. Februar wieder rund 100 Millionen Amerikaner vor den Bildschirmen sitzen, um das Super-Bowl-Finale live zu verfolgen – mit allen Bräuchen und Ritualen, die zum Super Bowl Sunday dazugehören.

Bier und Fastfood gehören zum Super Bowl dazu

Auch wenn der Super Bowl dem Ursprung nach eine Sportveranstaltung ist, liegen Bewegung oder gesunde Ernährung am Super Bowl Sunday für die meisten Amerikaner in weiter Ferne. Der Tag wird begangen wie ein Familienfest – mit reichlich Bier, fettigem Essen und Süßigkeiten. In fast allen Haushalten kommen Familie und Freunde zusammen, um bei Unmengen von Barbeque Ribs, Chicken Wings oder Pizza das Finale zu verfolgen. Insgesamt geben die US-Bürger zum Super Bowl rund 50 Millionen Dollar für Lebensmittel aus – für die US-Nahrungsmittelindustrie ist es damit der zweitwichtigste Tag nach Thanksgiving – allein die Pizza-Lieferdienste machen insgesamt etwa ein Drittel ihres Jahresumsatzes am Tag des Super Bowl.

Highlight des Super Bowl: Nationalhymne und Halbzeitshow

Football und Patriotismus sind für die Amerikaner untrennbar miteinander verbunden. Wenn zum Auftakt des NFL-Finales die amerikanische Nationalhymne ertönt, dann singen alle mit – Spieler, Publikum und sogar die Fernsehzuschauer. Traditionell wird die Nationalhymne jedes Jahr von einem Star live im Stadion performt. Als unübertroffen gilt der Auftritt von Whitney Houston 1991, aber auch Mariah Carey, Jennifer Hudson und Beyoncé Knowles stimmten das Publikum gekonnt auf das Event ein. 2017 wird mit Countrysänger Luke Bryan ein Mann die Nationalhymne übernehmen, wie üblich gefolgt von einer Formation von Kampffliegern, die über das Super-Bowl-Stadion in Houston, Texas hinwegdonnern.

Ein Footballspiel kann sich ziemlich lang hinziehen – umso wichtiger sind die Pausen zwischen den vier Spielvierteln und ganz besonders natürlich die Halbzeitpause nach dem zweiten Viertel. Was wäre schließlich der Super Bowl ohne seine gigantische Halbzeitshow? Die Show bekommt beinahe ebenso viel Aufmerksamkeit wie das Footballspiel und wird noch Tage nach dem Finale heiß diskutiert.

Darauf warten alle – die Webeclips zum Super Bowl

Auf die Show kommt es an: Das gilt auch für die Werbepausen während der Fernsehübertragung des Super Bowl. 30 Sekunden Werbezeit im Finalspiel schlagen mit 4,8 Millionen Dollar zu Buche und viele große Unternehmen planen und produzieren Werbefilme eigens für diesen Zweck. So sehr sich die Amerikaner auch für Sport begeistern – Experten gehen davon aus, dass ein nicht unwesentlicher Teil den Super Bowl hauptsächlich wegen der Werbepausen und der Halbzeitshow sehen. In Deutschland bekommen wir die langersehnten Werbeclips während der Pausen leider nicht zu sehen – dafür können wir die Halbzeitshow, diesmal mit Superstar Lady Gaga, live am Bildschirm verfolgen.