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Das Feuer

Dr.Stone - Feuer
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Wenn sich Senku daran mal nicht die Finger verbrennt. Das Feuer ist zwar keine Menschheitserfindung und entsteht auf natürlichem weg, es zu entfachen und zu erhalten geht jedoch nicht von allein. Schon vor rund einer Million Jahren nutzten die Urmenschen die ersten zweifelsfrei belegten Feuerstellen zum Wärmen. Im Verlaufe der Menschheitsgeschichte wurde das Feuer immer vielfältiger eingesetzt: Zunächst als Waffe gegen Tiere, dann auch zum Braten von Fleisch. In der heutigen Zeit ist an ein Leben ohne Flammen nicht zu denken. Kein Verbrennungsmotor als wichtiger Bestandteil von Transportmitteln wie Autos, Flugzeugen oder sogar Raketen funktioniert ohne Feuer und auch die Produktion von Stahl kann nicht ohne es vonstatten gehen.

Das Salz

Also was soll denn das jetzt? Salz liegt doch einfach schon seit Jahrtausenden herum! Ja, aber als in der Jungsteinzeit die Menschen entdeckten, dass Salz nicht nur den Geschmack verbessert, sondern Lebensmittel haltbar machen kann, eröffneten sich ihnen ganz neue Möglichkeiten, mit Proviant zu reisen, für den Winter vorzusorgen und Handel zu treiben. Salzstraßen gehören zu den ältesten Handelsrouten der Welt, Kontrolle über Salz und Salz machten Reiche groß oder befeuerten Revolutionen. Kein Wunder, dass Senku gleich von Anfang an damit beginnt, aus Meerwasser Salz zu gewinnen.

Die Zeit

Die Zeit existiert zwar ebenfalls ohne den Menschen, aber der Homo sapiens hat im Laufe der Geschichte gelernt, sie mit Kalendern und Uhren immer genauer zu messen. Sehr praktisch, denn es wäre vermutlich auch auf Dauer etwas aufwendig und langweilig geworden, wie Senku die Sekunden über 3.700 Jahre selbst zu zählen. Den ersten Kalender gab es übrigens schon vor rund 10.000 Jahren. Dass die Steinzeitmenschen auch so volle Terminpläne hatten wie die Menschen in der heutigen Zeit, ist aber eher zu bezweifeln.

Das Rad

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Ohne die Erfindung des Rades wäre die Menschheit nicht das, was sie heute ist. Funde aus der um 4.000 v. Chr. existierenden der Indus-Kultur zeigen, dass das Rad damals zunächst in Form einer Töpferscheibe als Maschinenteil verwendet wurde. Bald fanden die Menschen heraus, dass sie durch das ständige Drehen des Rades um die eigene Achse schwere Lasten leichter und schneller transportieren konnten als mit Schlitten. Der Transport vereinfachte sich, der Handel begann zu florieren und nebenbei konnten Arbeitskräfte für andere wichtige Dinge eingesetzt werden - leider auch zur Produktion von Speichenrädern für Streitwägen, was den Krieg ab etwa 2.000 v. Chr. großflächiger und schneller machte. Jede Entdeckung des Menschen, das verdeutlicht auch die Serie "Dr. Stone", bringt eben nicht nur Sonnen-, sondern auch Schattenseiten mit sich.

 

Die Schrift

Was bringt der Menschheit das größte Wissen, wenn sie es nicht an nachfolgende Generationen weitergibt? Klar, man kann dies auch mündlich machen, aber wie erfolgreich das ist, weiß jeder, der schon einmal "Stille Post" gespielt hat. Durch die Entwicklung des ersten Schriftsystems um etwa 3.400 v. Chr. durch die Sumerer konnten Geschäftsvorgänge, Verträge oder Gesetze aufgeschrieben werden. Ohne Schrift gäbe es heute keine Bücher, Zeitungen, Programmiersprachen oder aber eben diesen informativen Text, den ihr hier gerade lest. Glück für Senku: Sollte er in 3.700 Jahren nicht vergessen haben, wie man schreibt, muss er nicht extra ein neues Schriftsystem erfinden. Wir Zuschauer müssen allerdings das komplizierte japanische Gemischtschriftsystem aus Kanji und Kana beherrschen, um seine Notizen zu verstehen. Hätte nicht jemand aufwachen können, der lateinische Buchstaben verwendet?!

Der Motor

Die Erfindung der ersten Dampfmaschine im 18. Jahrhundert durch Thomas Newcomen und James Watt war der Startschuss für das Industriezeitalter. Erstmals konnten Motoren im großen Stil eingesetzt werden, etwa bei der Eisenbahn, Dampfschiffen oder in Fabriken, später durch die Entwicklungen des Elektromotors und des Verbrennungsmotors auch in Autos, Flugzeugen und Haushaltsgeräten. Motoren entlasteten nicht nur die Menschen von schweißtreibender Arbeit, sie konnten auch einzeln und in Massen wesentlich mehr Energie in Bewegungsenergie umsetzen. Sollte Senku einen Motor konzipieren, dürfte dies somit auch eine Erleichterung für Taiju sein, da er dann niemanden mehr durch den Fluss ziehen muss.

Die Elektrizität 

Man stelle sich vor, wir hätten keine Elektrizität mehr: Verkehrsmittel würden stehenbleiben, Ampeln nicht mehr gehen, Maschinen und technische Geräte wie Telefone oder Computer ausfallen und nachts würde totale Finsternis herrschen. Ein unvorstellbarer Gedanke, der einen schnell dazu verleiten lässt, einen deprimierten Abstecher zum Kühlschrank zu unternehmen - bis einem auffällt, dass natürlich auch dieser nicht mehr funktioniert. So unvorstellbar heute ein Leben ohne Elektrizität sein mag: Die Menschheit nutzt sie flächendeckend erst seit rund 150 Jahren, obwohl das Phänomen schon den alten Ägyptern und Griechen bekannt war. Gut, dass Senku weiß, wie man aus japanischem Bambus eine Edison-Glühbirne herstellen kann.

 

Die Antibiotika

Ein Grund, warum die Lebenserwartung von Menschen von Jahr zu Jahr steigt, ist ohne Zweifel in der modernen Medizin zu suchen. Ein zentraler Meilenstein stellt die Entdeckung des Schotten Alexander Flemings da: 1928 beobachtete der

Dr.Stone - Pille
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Bakteriologe, dass das Wachstum von Bakterien durch Schimmelpilzbefall verhindert werden kann. Er erfand daraufhin das Penicillin und ermöglichte somit erstmals eine wirksame Behandlung gegen Infektionen. Das unermessliche Leid, das der Zweite Weltkrieg nur ein Jahrzehnt später verursachte, wäre ohne Flemings Entdeckung vermutlich noch deutlich größer ausgefallen.

 

Der Computer und das Internet

Einen immensen Fortschritt erreichte die Menschheit Mitte des 20. Jahrhunderts durch die Erfindung des Computers. Der Deutsche Konrad Zuse baute Ende der 1930er-Jahre den ersten funktionsfähigen Rechner der Welt, der mit der Zeit für die Menschen immer mehr geistige Tätigkeiten übernahm. Mit der Erfindung des Internets und der damit verbundenen Verknüpfung von Großrechnern veränderten sich zudem die sozialen Interaktionen, der Medienkonsum und der weltweite Handel rapide.

 

Bis Senku allerdings Computer und Internet wiederherstellen wird, dürft ihr euch ab dem 24. Juni von montags bis freitags um 18:30 Uhr noch auf einige spannende Folgen "Dr. Stone" auf ProSieben MAXX freuen.